Landwirtschaft im Auenland Teil 3

Samstag, 29.07.2017

 

17-27.07.2017 Morrinsville

 

Moin Moin,

 

nach nun etwas mehr als 3 Wochen haben bereits über 200 Kühe (372 geplant) gekalbt und so haben wir auch bereits über 100 weibliche Kälber die wir behalten und aufziehen. Da wir mittlerweile auch 2 mal am Tag melken, wird es von Tag zu Tag immer zeitintensiver und auch das kümmern um die Kälber dauert aufgrund der hohen Anzahl deutlich länger als am Anfang. Daher sind diese Aufgaben auch eindeutig zu unseren Hauptaufgaben geworden. Ansonsten erledigen wir in den "Freiräumen" paar andere kleine Tätigkeiten wie Zäunen oder Kalken der Felder. Die Arbeit macht aber weiterhin super viel Spaß und im traumhaften Sonnenaufgang zu melken fühlt sich auch wirklich kaum nach Arbeit an smilecool

Das Wetter ist weiterhin ziemlich unwinterlich mit milden 15 Grad und meist warmen Sonnenschein. Ansonsten verbringen wir die restlichen Stunden des Tages meist mit Bev und Ian, gucken n Film oder spielen mit Charly, unserem Golden Retriever.

 

Den halben Tag vor meinem Geburtstag und den halben Tag an meinem Geburtstag haben wir frei bekommen und so wanderten wir bei herrlichem Wetter den „Te Waihou track“ zu den Blue Springs, zum insgesamt dritten Mal in unserer Zeit in Neuseeland. Aufgrund dessen, das dieses einer unseren ersten Tracks in diesem Land, sowie die Tatsache das die Umgebung so wunderschön ist, war es ein unglaublich schönes Gefühl noch einmal hier gewesen zu sein. Auf einer flussüberquerenden Brücke sind wir sogar kurz mit dem Hörbuch von Robinson Crusoe im Ohr beim rasten in der Sonne eingenickt. cool

Abends sind wir denn, nach dem wir aufgrund der unglaublich hohen Preise aus dem feinen Italiener flüchten mussten, in das „Redoubt“ gegangen, einem Pub im Westernstil das an diesem Tag Steak Night hatte mit cooler Western-Country Live Musik smile Hatten also einen tollen freien Nachmittag/Abend mit Steak und Bier.cool

An meinem Geburtstag hatten wir den Vormittag frei und ruhten unsere geschundeten Körper etwas aus , bevor wir das Melken der Kühe und Füttern der Kälber am Nachmittag erledigten. Abends überraschte mich Bev mit einem fantastischen Dinner, Geburtstagstorte und auch Kristie (die Tochter) war extra gekommen und hatte einen tollen feijoa-apple crumble im Gepäck. Hatte also zwei wirklich schöne Geburtstagstage smile

Dazu hatte Svenja einige unglaubliche tolle Geschenke und Überraschungen in petto und hat allgemein meinen Geburtstag zu einem ganz besonderen Tag gemacht smile 

Des Weiteren möchte ich mich hier auch noch einmal bei den unglaublich zahlreichen tollen und internationalen Geburtstagsgrüßen bedanken tongue-out Die Feier holen wir denn nächstes Jahr nach winkcool

 

Wie es uns hier weiterhin ergeht erzählen wir dann beim nächsten Mal tongue-out

 

Bis denn wink

 

Landwirtschaft im Auenland Teil 2

Dienstag, 18.07.2017

 

10-16.07.2017 Morrinsville

 

 

Moin Moin,

 

die zweite Woche ist nun auch schon vorbei und irgendwie kommt es uns so vor als wenn die Uhr als Farmer schneller tickt. Es ist so unglaublich viel zu tun und lediglich das Hungergefühl sagt einem das bald Mittag oder Feierabend ist. Mittlerweile haben wir schon über 40 weibliche Kälber und fast ebenso viele männliche, die wir wie erwähnt allerdings nach 4 Tagen wieder verkaufen. Sich bereits um 40 Kälber zu kümmern nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch, allerdings wird ungefähr das 3 fache noch erwartet und so werden wir definitiv keine Langeweile bekommen laughing

Außer der ansteigenden Pflege und Fütterung der Kälber sind unsere weiteren Aufgaben meist die selben geblieben. Kühe eintreiben und sortieren, Zäunen , Gegenstände reparieren (Anhänger etc.), diverse Bauaufgaben, etwas Gartenarbeit für Svenja und ein wenig Trekkerfahren (Deutz laughing ) für mich. Außerdem sind wir nun angefangen beim Melken zu helfen und müssen uns daher auch schon angewöhnen früher aufzustehen. Ab nächster Woche wird sich das wohl allerdings noch einmal verschärfen, so dass wir bereits um halb 6 Uhr morgens anfangen werden laughing

Weiterhin genießen wir die Zeit auf der Farm aber im höchsten Maße, haben super Abende mit Ian und Bev und lernen mehr oder weniger fleißig am Klavier. Üben nun auch täglich mit Bev deutsch. Zahlen 1-5, sowie „Danke schön“ und „Bitte schön“ gehören jetzt offiziell zu ihrem Fremdsprachen Vokabular  cool

 

Das Wetter spielte die letzten Tage auch wieder mit und so haben wir trotz tiefstem Winter sonniges Wetter zwischen 10 und 15 Grad. Wir scherzten schon das es sich für uns Norddeutsche fast wie Sommer anfühlt laughing

 

An unserem freien Tag der Woche haben wir uns übrigens noch etwas um Socke gekümmert , da wir bereits 2 Monate mit dem Tüv überfällig waren. Ohne größere Probleme bestand Socke diese Prüfung allerdings erneut. Lediglich einen weiteren Reifen mussten wir dafür wechseln, welcher sogar umsonst war da der Reifenhändler das letzte Mal einen Fehler gemacht hat. Hatten also mal wieder das Glück auf unserer Seite smile

 

Bis zum nächsten Mal wink

 

 

Landwirtschaft im Auenland

Samstag, 15.07.2017

 

29-09.07.19 Ta Awamatu und Morrinsville

 

 

Moin Moin,

 

da wir die letzten Tage also unsere eigenen Arbeitsplaner waren konnten wir uns die Arbeitszeit so einteilen wie es uns gefiel. Die Aufgaben blieben größtenteils die gleichen und bestanden weiterhin aus Gartenarbeit und Holzhacken. Dieses Mal aber nicht bei Shaun sondern direkt bei dem Haus in dem wir wohnen. Außerdem habe ich Svenja noch das Anhänger und Trekker fahren beigebracht, so dass sie jetzt fit ist um den Führerschein sofort zu bestehen tongue-out Die Abende haben wir das für neuseeländische Verhältnisse hervorragende Internet genutzt um uns den einen oder anderen Tatort anzugucken cool

Zum Abschied trafen wir uns dann mit Terry und Rusty wieder die unglaublich dankbar für unsere Hilfe waren und zu dem unfassbar beeindruckt von unsere Arbeitseinstellung/Leistung. Terry´s letzter Satz war : „ Wenn nur einer meiner Jungs nur halb so gut wie ihr wäre, wäre ich schon glücklich“ ! Immer wieder schön solche Rückmeldungen zu bekommen smile

Nachdem wir am letzten Tag bis zum Mittag alle Arbeiten erledigt hatten, fuhren wir über Hamilton, wo wir noch schnell einen kaputten Reifen wechseln ließen, zu unserer Arbeitsstelle der letzten 2 Monate bevor wir leider dieses wundervolle Land verlassen müssen. 

Bei Ian und Bev angekommen waren wir zuerst alleine, da beide noch in Morrinsville unterwegs waren und so brachte Svenja mir noch schnell 2 Lieder auf dem Klavier bei laughing

Am nächsten Tag fing dann das Leben auf der Farm an. Die Aufgaben der ersten Tage waren hauptsächlich Reinigen der Betonflächen um den Melkstand, treiben der Kühe, das Einzäunen der Felder, bauen eines Kälberschuppens und mit dem Quad durch die Gegend fahren. Außerdem kümmerten wir uns um die jeden Tag mehr werdenden Kälber. Sind mittlerweile bereits 12 Mädels (keepers) und sogar ein paar mehr Jungs, die wir aber nach 4 Tagen wieder verkaufen. Nummer 12 heißt übrigens nun offiziell Svenja laughing

Die Abend verbringen wir hauptsächlich im Haupthaus, da es dort am wärmsten ist. Da der Sohn (Brandon) von Ian und Bev zu Besuch ist spielen wir außerdem fast allabendlich das Kartenspiel Gin, welches ähnlich zu Rummy ,allerdings in super schnell, ist.

Insgesamt macht die Arbeit viel Spaß und wir genießen das Leben auf der Farm richtig.

Morgens im Sonnenaufgang mit dem Quad über die Felder fahren gibt einem ein Gefühl der Freiheit , welches sogar fast ähnlich zu dem des Reisens ist. smile

Außerdem ähnelt es hier dem Auenland sehr, was wohl auch daran liegt das der Drehort vom Auenland aus der Herr der Ringe nur wenige Kilometer entfernt liegt.

Beim nächsten Mal denn mehr vom Bauernleben zwischen Kühen und Hobbits im Nordwesten von Mittelerde tongue-out

 

Bis denn wink

 

 

Work Work Work

Mittwoch, 12.07.2017

 

19-28.06.17 Te Awamutu

 

Moin Moin,

 

Nachdem Wayne am Sonntag alle seine Kontakte spielen ließ hatte er am Abend beim „rumtelefonieren“ endlich Glück und so konnten wir gleich am nächsten Tag bei seinem Cousin Collin zu den selben Arbeitsbedingungen anfangen. smile Bis auf den Namen wussten wir wieder nichts über unsere neuen Arbeitgeber, aber wie die Neuseeländer so sind wurden wir auch hier super gut aufgenommen. Direkt nach der Ankunft am Morgen starteten wir bereits mit der Arbeit. Wir fuhren zu dem Haus von dem Sohn (Shaun) von Collin und Ann-Marie, wo wir die komplette Woche den Garten von Unkraut und alten Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen befreiten. Da der Garten riesig ist und seit einigen Jahren nicht gepflegt wurde, war dieses allerdings eine Mammutaufgabe und so fuhren wir alleine in der ersten Woche über 20 volle Trailerladungen an „Unkraut“ aus dem Garten. Außerdem schnitten wir Hecken und füllten die frei geräumten Gartenflächen mit Holzsplits aus. Eine weitere Aufgabe war Holzhacken für das wir sogar eine Spaltmaschine gestellt bekamen. Diese ist allerdings leider nach dem ersten Tag wegen eines Loches im Tank ausgefallen. So musste ich also die restlichen Tage das Holz mit der Hand spalten, während Svenja und Ann-Marie sich weiter um den Garten kümmerten. tongue-out

Die Abende verbrachten wir meistens zusammen mit Collin und Ann-Marie, der Tochter Lisa mit ihren beiden Kindern Olliver und Jacob, sowie Terry und Rusty die super lustigen Angestellten von Collin.

Die Arbeit ist zwar sehr anstrengend macht aber dank der grandiosen Arbeitskulisse und dem tollen Arbeitsklima Spaß und so arbeiteten wir ganze 11 Tage 9 Stunden am Tag durch bis zu unserem ersten Day-off.

Der erste freie Tag war übrigens auch gleichzeitig unser erster Tag ganz allein im Haus, denn Collin und Ann-Marie sind die nächsten 2 Wochen im Urlaub im Fjordland (besitzen da eine Lodge). Unfassbar aber wahr dürfen wir hier aber weiter im Haus wohnen und auch arbeiten und das obwohl wir die beiden erst 11 Tage lang kennen. Das würde uns in Deutschland so ganz sicher nicht passieren laughing

 

 

Uns geht’s uns also super hier und diese Einblicke die man durch das Leben in den Familien hier bekommt sind eine tolle Erfahrung. Wie es uns in den letzten Tagen bei Collin erging, bevor wir unsere Farmarbeit anfangen erzähle ich denn beim nächsten Mal. wink

 

Bis denn wink

 

Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können / Nur zu Besuch

Dienstag, 04.07.2017

11-18.06.17 Morrinsville

 

Moin Moin,

 

Zurück in der Card Road wurden wir direkt für 2 Tage alleine gelassen, denn Wayne hatte Karten für einen UFC Kampf in Auckland und den 2 Tag sollten die beiden auf die Beerdigung von Jane´s Onkel. Den ersten Tag hatten wir frei und so entspannten wir mit deutschem Sonntagstatort auf der Couch, kümmerten uns um die Hunde und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Wir haben hier zwar Winter, allerdings fast jeden Tag ausschließlich Sonne und zwischen 15 und 20 Grad. Kann man also gut in kurzer Hose und Shirt aushalten wink Einzig und Allein die Nächte werden nun verdammt kühl, so dass wir sehr froh sind nicht mehr im Auto zu schlafen tongue-out

Für den zweiten Tag hatten wir die Aufgabe bekommen, unser Großprojekt weiter fortzuführen, 2 Hundekäfige an andere Orte zu bewegen und eine Betonsteinmauer zu entfernen. Bei letzterem ist uns allerdings ein kleines Malheur passiert. Da die Betonsteine teilweise im Boden verankert waren und wir diese nicht mit bloßen Händen hinaus bekamen, wollten wir diese mit einem Spaten aushebeln. Leider vergaß Wayne uns zu sagen das die Wasserleitungen vom Wassertank zur Pumpe direkt darunter liegen. Direkt beim ersten Stich durchtrennten wir also die Leitung. Zum Glück hatte Wayne einige Schlauchverbinder mit denen wir die Wasserleitung fürs Erste fixen konnten.

Die nächsten 2 Tage verbrachten wir weiter am Großprojekt, pflanzten Bäume und kümmerten uns um die Erneuerung der Weidezäune.

 

Am Mittwochabend hatten wir denn die große Aufgabe ein deutsches 4 Gänge Dinner für 8 Personen zu kochen. Dazu lud Wayne noch 4 weitere Personen ein , von denen 2 unsere Arbeitgeber ab Juli , Ian und Bev waren. War nicht wirklich einfach , was typisch deutsches zu kochen, da wir die Gerichte für uns selber noch nie so zu bereitet hatten. War daher ein Versuch auf gut Glück und mal mehr oder weniger improvisiert. Alles in allem ist uns das allerdings super gut gelungen, alle Gäste waren begeistert , kannten die Gerichte nicht und es war ein wirklich toller Abend. cool

 

Hier die Menü Zusammenstellung: Alle Gerichte natürlich komplett home-made by Svenja und Fabi

1.Gang : Gurkensalat mit Essig und Öl + Bruschetta (Ja stimmt ist nicht wirklich deutsch, hat aber keiner bemerkt laughing )

2.Gang : deutsches Vollkornbrot mit Butter, Salz und Gurke + Trauben-Käse-Spieße

3.Gang : Kohlroulade, Kartoffeln , Prinzessinnenbohnen im Speckmantel und Sauce

4 Gang : Apfelstrudel, Vanilla Eis und heiße Kirschen

Der nächste Tag wurde dann zu meinem schlimmsten Tag der gesamten Reise, wohl meines ganzen Lebens und aus persönlichen Gründen möchte ich hier auf den Tag auch nicht weiter eingehen. cry 

 

Am nächsten Tag versuchten wir uns durch die Arbeit, wenn auch natürlich ohne Erfolg, etwas abzulenken. Wir beendeten unser Großprojekt und bauten außerdem zusammen mit Wayne ein Carport für den Düngerstreuer.

Wayne ging am Wochenende jagen und Jane wollte nach Pukekohe (wo wir vor Samoa wwooften) um sich ihre Söhne beim Rugby anzugucken. Da ich die Tage ungern alleine sein wollte, fuhren wir dann auch mit ihr.

Der Sonntag war dann leider unser letzter Tag bei den beiden denn wir hatten alle Aufgaben erledigt. Auch die beiden waren selbst traurig das wir gehen müssen aber wie Wayne sagte : „ Ihr wart leider einfach zu schnell“  laughing Es waren mit Abstand die besten 3 Arbeitswochen die wir hier erlebt haben. Tolle Chefs und Gastgeber , die wir hatten und durch die Aufgaben haben wir unglaublich viel gelernt. smile

 

Ob wir nun die nächsten Wochen bis zum Start bei Ian und Bev wieder auf Reisen sind, erfahrt ihr denn die nächsten Tage tongue-out

 

Bis denn wink

 

 

Und so red ich mit dir wie immer und ich verspreche dir, wir haben irgendwann wieder jede Menge Zeit! 

Fischers Fritze

Montag, 03.07.2017

 05.06.17-10.06.17 Mahia

 

Moin Moin,

 

Am Sonntag fuhren wir also mit Wayne, Tara und Oscar nach Mahia an die Ostküste der Nordinsel in der Nähe von Gisborne. Die Fahrt dorthin dauerte unfassbar lange 5,5 Stunden, sodass wir erst Abends ankamen. Die erste Nacht verbrachten wir zusammen mit Wayne in seinem Cottage, welches ein ca. 100 Jahre altes Landhaus ist. Am nächsten Morgen nach sehr kühler Nacht ohne Heizung machten wir zuerst ein paar kleine Jobs am Cottage (Weidezaun erneuern, eine Tür für einen Hundekäfig bauen etc.) bevor wir dann Mittags zu Wayne´s drittem Haus fuhren. Dieses Haus hat eine ultimative Lage! Nachbarn sind soweit weg , dass man diese nicht sehen kann, der Blick aufs Meer ist atemberaubend und perfekt für Sonnenuntergänge und Mondaufgänge und das Anwesen hat sogar eine eigene Bucht mit eigenem Meerzugang. Traumhaft! Allerdings ist dieses Haus so abgeschottet, dass es ein reines Selbstversorgerhaus ohne jeglichen Handyempfang und ohne Internet ist. Außerdem gibt es Strom nur wenn man den Benzin betriebenen Generator einschaltet, geheizt und gekocht wird mit Holz und Wasser kommt ausschließlich vom Himmel (wird natürlich gefiltert winkUnd der Weg dorthin war auch nicht ohne, da dieser so überschwemmt war , dass man bis zur Motorhaube im Wasser fuhr, welches auch nur dank des guten Allradantriebes funktionierte.

Beim Haus spritzten wir für Jane nicht akzeptierbare Pflanzen ( nur New Zealand native ist für sie erlaubt tongue-out ) und Gras auf den Geh und Fahrtwegen. Außerdem gingen wir zur Mittagspause mit Surfbrett und Kajak aufs Wasser, denn vor der Bucht tümmelten sich einige hohe Wellen.

Die Arbeit der Tage in Mahia bestand hauptsächlich aus Gartenarbeit, Lackieren aller Türen und Fensterrahmen, Holz verladen und Fischen. Die letztgenannte Arbeit war übrigens mit Abstand die Beste! Insgesamt sind wir 4 mal mit Wayne´s Boot rausgefahren um in tiefem Gewässer zu fischen. Und die Beute konnte sich sehen lassen. 60 Haie , von denen leider nur sehr wenige Essbar waren, ca. 60 Fische ( meistens Kahawai, Trevally, Red Snapper, Red Garant) und auch Hummerkäfige hatten wir ausgeworfen, mit denen wir 12 Hummer (Crayfish) gefangen haben. Richtig coole Erfahrung die uns super viel Spaß gebracht hat! cool

In dem Haus am Meer waren wir übrigens die Tage komplett alleine, da Wayne wegen seiner Arbeit Telefonempfang brauchte und deswegen in dem Cottage schlief. So machten wir uns einige tolle Abende zu zweit mit Absolut Vodka und Ginger Ale und dem Spiel das wohl sogar Scheidungen hervor rufen kann, Uno!

Zum Abendessen gab es fast ausschließlich unseren selbst gefangenen Fisch unterschiedlichst zubereitet. Von gebraten bis roh war alles dabei. Außerdem gönnten wir uns 2 der unfassbar leckeren Hummer. Nach 6 Tagen ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt waren wir dann allerdings doch froh zurück in die Zivilisation nach Morrinsville zu fahren. Allerdings waren wir auch traurig das wir den traumhaften Ort und vor allem das Haus mit der besten Lage in dem wir je gewohnt haben., verlassen zu müssen. 

Wie es in Morrinsville weiter ging , gibt’s beim nächsten Mal zu hören. tongue-out

 

Bis denn wink

 

Zurück in Neuseeland

Sonntag, 02.07.2017

 27.05-4.06.17 Card Road Morrinsville

 

Moin Moin,

 

Der Flug von Samoa nach Neuseeland war einer der angenehmsten den wir bisher hatten. Keine Turbulenzen und sowohl der Start als auch die Landung waren unfassbar sanft smile Mit etwas Verspätung in Auckland angekommen wurden wir sogar etwas sentimental als wir mit einem herzlichen „welcome back“ begrüßt wurden. Die Kontrollen liefen trotz neuseeländischer Strenge dank der unchristlichen Uhrzeit ohne Probleme und sehr schnell ab und auch unser Shuttle Service hatte sich mitten in der Nacht pünktlich zu uns gesellt. Da wir wegen meiner Infektion auf Nummer sicher gehen wollten ließen wir uns von Socke direkt ins nächste 24 Stunden Medical Center bringen. Dort wurde alles noch einmal genau durchgecheckt und zum Glück für nicht mehr infiziert erklärt. Mit den Worten „unser neuseeländisches Antibiotika ist besser“ bekam ich dann allerdings noch mein drittes verschiedenes Antibiotika verschrieben laughing  Nach der ganzen unterschiedlichen Chemie der letzten Tage sollte sich wohl jedes „böse“ Bakterium in Staub aufgelöst haben. cool

Da es nach der Untersuchung bereits schon 5 Uhr morgens war, durften wir sogar netterweise auf dem Parkplatz des Medical Centers nächtigen, was uns eine Stunde Fahrtzeit erspart hat. Dieser lag außerdem an einem 24 Stunden Mcdonalds und so gab es erstmal zur Stärkung ein „kulinarisches“ Bic Mac Frühstück tongue-out

Das Wochenende hatten wir keinerlei Pläne und so ruhten wir die beiden Nächte in der Nähe unserer neuen Arbeitsstelle auf einem freien Campingplatz, quatschen mit anderen Campern und genossen die schöne klare neuseeländische Luft.

Am Montag morgen fuhren wir dann zu Wayne und Jane, bei denen wir dank Ian und Bev einen Job für die nächsten Wochen bekamen. Wir hatten keinerlei Vorstellung von der Art der Arbeit, noch hatten wir unsere Arbeitgeber und Hosts der nächsten Wochen bereits vorher kennengelernt. So fuhren wir also völlig unwissend die Card Road in der Nähe von Morrinsville entlang und guckten nach der uns angegebenen Hausnummer. Von weitem sagte Svenja dann: „oh guck mal das Haus da hinten wäre toll“ , und wie der Zufall es war genau dieses Haus mit der gleichen Hausnummer unserer Adresse versehen smile

Auch mit Wayne und Jane verstanden wir uns auf Anhieb super und merkten schnell das wir mit dem Job den Jackpot gezogen hatten.

 

Nachdem wir uns also näher kennen gelernt hatten, stand auch bereits der erste Job auf der Matte. Wir sollten Sandsäcke mit Steinen befüllen und damit eine Art Anti-Erdrutsch-Damm für die Auffahrt deren Tochter bauen. Gesagt, getan und das Ergebnis konnte sich sehen lassen cool

Den Rest der Woche haben wir außerdem die Auffahrt mit 4 Trailerladungen neuem Sand gefüllt und begradigt, unzählige Bäume gepflanzt, Weiden abgezäunt und einen Düngerstreuer repariert. Außerdem haben wir noch ein Großprojekt angefangen, welches uns die nächsten Wochen stets begleitete. Da nämlich die Hauptauffahrt des Grundstücks durch einen Erdrutsch sehr sehr stark beschädigt wurde, fingen wir auch dafür an einen allerdings deutlich größeren Damm mit Steinsäcken zu bauen um die Straße danach wieder aufzufüllen. 

Die Arbeit macht echt Spaß und auch das zusammenleben mit Wayne und Jane war super. Es war von der ersten Sekunde an super vertraut und so hatten wir viele schöne Abende. Das Essen ist ausgezeichnet und Wayne bekocht uns jeden Abend mit Fleisch aus seinem eigenen Farmbetrieb, gejagtem Wild oder selbst gefangenen Fisch. Für Unterkunft und Essen geben wir übrigens täglich 1,5 Stunden unserer Arbeitsstunden ab und für die restlichen Stunden bekommen wir jeder 15 $ Netto/Stunde . Also wirklich gute Arbeitsbedingungen! smile Außerdem ist das Leben hier der pure Luxus für uns, nachdem wir seit über 9 Monaten fast ausschließlich in unserem Auto geschlafen haben.

Am Abend holt Wayne außerdem meistens seine Gitarre raus und spielt im Hintergrund zu laufender Youtube Musik. Ansonsten gucken wir seeehr viel Rugby (irgendwie spielt jeden Tag irgendein Team laughing ) oder quatschen über die Unterschiede zwischen Neuseeland und Deutschland. Und deutsches Bier bekommen wir hier auch cool

Langweilig wird es uns hier jedenfalls nicht wink

 

Außerdem noch zu erwähnen ist das wir hier noch 5 tolle Hunde als Gesellschaft haben. Tui (Svenjas´s Liebling und nach einer Biersorte benannt  laughing), Tara, Wida, Joey und Oscar (mein Liebling. Wirklich schön jeden Morgen freundlich und mit unfassbar viel Freude begrüßt zu werden smile

Die nächste Woche waren wir dann in dem 2 und 3 Haus von Wayne in Mahia , aber das erzähl ich dann beim nächsten Mal tongue-out

Anbei noch ein Foto einer Gottesanbeterin welche uns hier über den Weg gelaufen ist tongue-out

 

Bis denn wink

 

 

Samoa Reisebericht Teil 2

Dienstag, 13.06.2017

 Samoa Das Juwel der Südsee 18-26.05.17

 

 

Moin Moin,

 

Am nächsten Tag mieteten wir uns nach morgendlichem schnorcheln zu Viert ein Auto um uns Samoa etwas genauer ansehen zu können. Als erstes fuhren wir zum Markt nach Apia und deckten uns mit reichlich Früchten für die kommenden Tage ein. Danach fuhren wir zuerst entlang des Meeres und später durch den Urwald zu einem riesigen „Loch“ in dem es möglich ist zu Schwimmen. Die To Sua Ocean Trench (frei übersetzt: "Großes Loch Ozean Graben" ) liegt nur ca. 30 Meter vom Meer entfernt und durch einen unterirdischen Tunnel ist es sogar möglich bis ins Meer zu tauchen. Dies ist allerdings nicht ganz ungefährlich und so ist auch 7 Tage vor unserer Ankunft ein Australier dort verschollen. Um in dem To Sua Ocean Trench zu schwimmen ist es außerdem Notwendig eine nicht gerade sehr sichere und rutschige 30 Meter tiefe Leiter hinunterzuklettern. Dafür entschädigt sich das durchsichtige, blau-grüne Wasser und die Magie des Ortes allerdings sofort. cool

Nach sicherlich 3 Stunden in dem „Loch“ fuhren wir weiter zu unserer Unterkunft der letzten 3 Nächte, wo uns Jonas und Theresa absetzten, bevor diese wieder zurück nach Matareva fuhren. Die Unterkunft war direkt am Lalomanu Beach gelegen, den wohl schönsten Strand Samoas. Komplett weißer Strand, durchsichtiges türkis-blaues Meer und überall Palmen. Lonely Planet hat diesen Strand sogar unter die Top 10 der Welt gewählt! Und das zu Recht! cool

Leider ging´s mir nach der Ankunft nicht so gut und so fiel das Abendmahl mir mich aus und ich begab mich in die Fale um mich hinzulegen. Nachdem ich aufgewacht bin und zum WC laufen wollte, ging es mir leider so schlecht das ich bewusstlos auf der Straße zusammengebrochen bin. Die Resortbesitzer fuhren mich zum Glück sofort ins Krankenhaus, wo ich leider auch die Nacht verbringen musste. Zum Glück durfte Svenja auch dort bleiben. Der Grund des miesen Wohlbefindens war eine Lebensmittelvergiftung durch einen wohl vergiften Barracuda (Ciguatera Gift), den ich zum Teil auch roh gegessen hatte. undecided

Nach dieser unglaublich unangenehmen Nacht ging es mir zum Glück am nächsten Morgen bereits wieder besser. So fuhren wir zurück ins Resort, gingen am Strand zu der weltberühmten schiefen Palme spazieren, schlenderten durchs Meer und verbrachten die Zeit mit Sina und Stefan , welche Svenja am Abend davor beim Essen kennen gelernt hatte.

Die folgende Nacht in unserer Fale war etwas unruhig , da das Meer so aufgewühlt war, das dieses das Wasser sogar unter unserer Fale schleuderte. Etwas unheimlich wenn man bedenkt, das genau hier 2009 hunderte Menschen bei einem Tsunami gestorben sind. Nach dem morgendlichen Baden im Traum aller Ozeane fuhren wir noch einmal ins Krankenhaus, da ich mir beim Sturz durch die Lebensmittelvergiftung eine tiefe Wunde im Knie zugezogen hatte. Dort sollte der Verband gewechselt werden. Leider hat sich die Wunde komplett infiziert , da diese wohl schlecht oder nicht gereinigt wurde in der Nacht in der ich eingeliefert wurde. Generell sind die Krankenhäuser dort leider seeehr einfach, schmutzig, überall laufen Geckos durchs Zimmer und generell nicht annähernd mit deutschem Standard vergleichbar. undecided

Nach dem die, mit Pinzette und Schaber, sehr unangenehme Säuberung durchgeführt wurde, setzte leider aufgrund der Infektion 4 Stunden später hohes Fieber und ein sehr starkes Unwohlbefinden ein. Und so ging mir die letzten 2 Tage so dreckig wie wirklich nie zuvor in meinem Leben und wir haben beide einfach nur gehofft das ich durchhalten werde, bis wir wieder zurück in Neuseeland sind. Gefühlt dem Tode geweiht kümmerte Svenja sich dann die restlichen 2 Tage sehr besorgt um die Abkühlung meines Fiebers und verbrachte die restliche Zeit mit Sina und Stefan, ging Schwimmen und guckte immer wieder nach, ob ich noch atme laughing Hatte also wenigstens ne seeehr gute Krankenschwester, die wohlgemerkt besser war als die dort arbeitenden Krankenschwestern aus dem Krankenhaus. smile

Am letzten Tag stand uns dann nur noch ein langer Trip zum Flughafen im Wege. 2,5 Stunden Busfahren bis Apia, dort 1 Stunde warten und noch einmal 2 Stunden fahren bis zum Flughafen. Auf dem Weg dorthin verbesserte sich mein Zustand immer mehr (die verschiedenen Antibiotika haben wohl langsam angefangen zu wirken laughing ) und so konnte ich mit wirklich gutem Wohlbefinden den Flug nach Neuseeland antreten. Wir waren übrigens der einzige Abflug aus Samoa an dem gesamten Tag laughing

Trotz der Unannehmlichkeiten war es eine tolle Reise und Samoa ist einfach Traumhaft schön, ein wahres Juwel der Südsee. Von den Stränden, dem Wasser und dem grandiosen Riff, werden wir uns wohl ewig erinnern und wer weiß, vielleicht kommen wir ja noch irgendwann einmal wieder tongue-out Und dann hoffentlich auch Gesund durch den Urlaub laughing

 

Tofa Soifua Samoa, war schön bei dir und bis denn wink

 

 

Kleine Anmerkung zu den Bussen: Die Busse haben keine festen Fahrpläne, keine genauen Routen, sind mit Holz selbst zusammengebastelt und auf alte LKW´s gebaut, wie ich bereits im ersten Teil erzählt hatte. Die Preise legt der Busfahrer individuell fest und es gibt keine Haltestellen. Will man einsteigen hält man den Daumen raus und will man wieder aussteigen klopft man mit Geldstücken gegen die Wände. Manche haben auch eine Leine oben gespannt an der es möglich ist zu ziehen um vorne ein mechanisches Signal zu setzten. Die Busse haben keine Fensterscheiben und sind überall mit großen Lautsprechern und Bassboxen ausgestattet. Generell kommt aus diesen Amerikanischer Hip Hop oder Reggae in einer unfassbaren Lautstärke raus. Die Verkabelung der Boxen ist ohne Verkleidung überall im Bus offen verlegt. Voll ist der Bus übrigens erst wenn keiner mehr durch die Tür passt bzw. nicht mindestens mit einem Fuß im Bus stehen kann laughing Völlig verrücktes Erlebnis das jeder Samoa Urlauber aufjedenfall ein Mal erleben sollte wink 

 

Samoa Reisebericht Teil 1

Sonntag, 11.06.2017

 

Samoa Das Juwel der Südsee 18-26.05.17

 

Moin Moin,

 

Nachdem wir unseren Socke in die hoffentlich sorgsamen Hände der Park&Fly Gesellschaft gegeben hatten, fuhren diese uns danach zum Flughafen. Die Kontrollen liefen alle ohne Probleme und so starteten wir am späten Nachmittag mit unserem Flieger in Richtung Südsee. Als Gepäck hatten wir lediglich 4 Kg Handgepäck pro Person mit und wir wären wohl auch mit nur der Hälfte an Gepäck ausgekommen. Würde jedem mal eine Urlaubsreise mit nur einem kleinem Rucksack empfehlen, da es deutlich angenehmer ist! wink

Der 4 stündige Ausflug über den Wolken war ohne größere Turbulenzen und nur die Landung war etwas ruckelig. Beim Aussteigen bekamen wir allerdings den ersten Temperaturschock, denn obwohl es mitten in der Nacht war, schwitze man bei schwülen 26 Grad bereits ohne sich zu bewegen. Der Ankunftsflughafen von Samoa in Faleolo ist lediglich nur eine kleine Halle mit ein paar Sicherheitsleuten weswegen die Einreisekontrolle auch nur wenige Minuten dauerte. DieKontrollen waren seeehr locker und dank der Aircondition und des Samoanischen Empfangskomitee (Musikband mit einheimischer Südseemusik) auch sehr entspannt smile

Per Taxi fuhren wir dann zu unserem Schlafplatz ,der Dave Parker Eco Lodge in der Nähe von Apia, der Hauptstadt Samoas, wo wir nach kurzer Nacht auf einem Berg mitten im Urwald gelegen und mit großartiger Sicht auf Apia und das dahinter liegende Meer, aufwachten. smile Da wir die Nacht ohne Frühstück gebucht hatten, nahm uns der Lodgebetreiber am frühen Morgen mit nach Apia, wo wir unseren Hunger mit Südfrüchten und Kokosnuss vom Markt stillten. Da überall auf Samoa Bananen, Ananas, Orangen und Papayapflanzen sowie Kokosnusspalmen wachsen (auch am Straßenrand zum selber pflücken) sind die Preise äußerst angenehm. Ein Strauch Bananen (ca. 3-4 Kg) , welche übrigens viel fruchtiger auf Samoa schmecken als wir sie bisher kannten, kostet als Beispiel 1 Tala (ja die Währung heißt wirklich Tala coollaughing ) was umgerechnet ca. 34 Eurocent sind. Generell kostete dort alles entweder 1, 2 oder 3 Tala laughing

Auch Papaya gibt’s es dort bereits ab einen Tala. Ein wahres Fruchtparadiessmile

Nach dem fruchtigen Frühstück versuchten wir per lokalem Bus zur Fähre zu kommen, da wir die nächste Nacht auf einer Nebeninsel (Savaii) gebucht haben. Da die Busse keinen genauen Fahrplan haben, fragt man sich bei den Busfahrern durch, bis einem der richtige vor die Füße springt. Das klappte sogar erstaunlich gut. Doch hätten wir geahnt, das der Busfahrer über eine Stunde auf dem Busbahnhof im Kreis fährt , hätten wir die Zeit sicher besser genutzt als in dem selbstgebastelten stickigen Bus zu verbringen. Bei über 33 Grad in der Mittagssonne in einem mit Abgas verseuchten Bus zu sitzen, der sich jede Minute einen Meter vorwärts bewegt, war nun wirklich nicht angenehm laughing

Nach insgesamt 3 Stunden sind wir dann am ca. 40 Kilometer entfernten Fähranleger angekommen, wo wir dann wieder 2 Stunden auf die nächste Fähre warten mussten, da wir dank der einstündigen Karussellfahrt unsere geplante Fähre verpasst hatten. undecided Auf der Fähre verbrachten wir weitere 1,5 Stunden und da wir leider die kleine Fähre erwischt hatten, bei denen die Sitzplätze übrigens zwischen den Lkw´s sind, setzte der doch starke Seegang dem Boot so zu , das wir ernsthaft glaubten zu kentern. Zum Glück trocken kamen wir auf Savaii an und fuhren dort eine weitere Stunde mit dem Bus bis zu unserem gebuchten Bungalow in Sale´aula. War also insgesamt ein recht anstrengender Tag welcher einige Nerven kostete , uns aber auch durch tolle Gegenden führte. Leider war unsere Planung leider etwas schlecht gewesen (hatten den falschen Flughafen als Landungspunkt genommen und dadurch die erste Nacht viel zu weit weg von der Fähre geschlafen)  bzw. uns war nicht bewusst, dass die Höchstgeschwindigkeit der Busse 40 Km/h beträgt und wir so enorm lange für relativ kurze Strecken brauchen.undecided

Sale ´aula liegt auf einem Lavameer, welches durch den zwischen 1905 und 1911 ausgebrochenen Vulkan Matavanu entstanden ist , und außerdem auch direkt am richtigen Meer. Der Ausbruch hatte alles in einem 13 Km großen Umkreis zerstört und viele Todesopfer gefordert. Der Obere Teil einer Kirche und ein einziges unverschontes Grab , welches seit dem Virgins Grave genannt wird, sind einige der wenigen Überreste der Welt vor der Katastrophe und befanden sich lediglich 300 Meter neben unserer Unterkunft. Die Nacht war trotz einiger streunender Geckos in unserem Bungalow sehr erholsam und das Frühstück welches wieder aus einer großen Portion Früchte , Spiegelei und einer einheimischen Kokasuppe bestand, war sehr lecker.smile 

Nach dem Frühstück schulterten wir unsere Rucksäcke und begaben uns zu einem kleinen See am Meer , in dem es möglich ist mit Schildkröten zu schwimmen. Dort angekommen fütterten wir zuerst einige Schildkröten mit Papayablättern und gesellten uns danach zu diesen ins Wasser. Nachdem wir und unsere Gopro allerdings einige Male mit einer Futterquelle vertauscht und angeknabbert wurden gingen wir wieder raus. Die Zeit zusammen mit Schildkröten zu schwimmen war aber eine sehr coole und einzigartige Erfahrung cool

 

Danach wollten wir wieder versuchen zur Fähre zu kommen, da wir nur einen Tag auf Savaii und der Rest auf der Hauptinsel Upolu gebucht hatten. Dort wo wir waren fährt allerdings nur alle paar Stunden ein Bus lang und das auch nicht immer und so warteten wir 2 Stunden vergeblich auf einem Bus ehe uns eine Einheimische Kioskbesitzerin als hitchhiker bis zur Fähre mitnahm. Die Fahrt dorthin bekamen wir außerdem eine super Geschichtsstunden über Samoa und die Kultur. Unteranderem das Samoa auch eine gewisse Zeit unter deutscher Flagge stand und zwar zwischen 1900 -1914/19 wink

An der Fähre angekommen hatten wir dieses Mal Glück gehabt und die große Fähre erwischt. So konnten wir die Aussicht auf das unfassbar türkis farbige Meer mit Aircondition im Inneren genießen.coolZurück auf Upolu angekommen fanden wir leider kein Bus zu unserer etwas abgelegenen Unterkunft der nächsten Tage am Matereva Beach und so suchten wir uns ein Taxi. Der Fahrer ist allerdings noch nie dorthin gefahren und musste ständig nach dem Weg fragen. Außerdem nahm dieser einen falschen Weg und so fuhren wir durch für sein kleines Taxi nicht ausgelegte Wege mitten durch den Urwald und mussten auch einen Fluss durchqueren, bei dem das Auto fast bis zur Scheibe unter Wasser stand. Dazu gesellte sich noch ein bis zum Anschlag leerer Tank und so rollten wir bei jeder Gelegenheit mit ausgeschaltetem Motor laughing Der Fahrer versuchte sich nichts anmerken zu lassen, aber man sah ihm die Panik liegen zu bleiben deutlich an. laughing Zum Glück schafften wir es dennoch bis zum Matareva Beach und wir hoffen wirklich, dass er es bis zur nächsten Tankstelle geschafft hat. Nach erreichen des Matareva Beach kam das erste Mal richtiges Südsee Urlaubsfeeling auf, denn dieser ist mitten im Nirgendwo und unfassbar schön. Weißer Strand, Palmen wohin das Auge reicht und türkis farbiges Meer. Einfach Traumhaft !! smile

Am ersten Abend freundeten wir uns mit einer Neuseeländischen Familie an , bei dem der Vater ein Samoa-Deutscher ist. Deutsch spricht dieser allerdings trotz der Vorfahren nicht. Zusammen genossen wir das köstliche Abendessen und die unglaubliche tolle Show der Matareva Familie, die das Resort leitet. 2 Stundenlang Samoanischer Tanz mit anschließender grandioser Feuershow eines 12 jährigen der einfach unfassbar talentiert ist. smile Nach der Show trafen außerdem noch unsere Freunde Jonas und Theresa aus Neuseeland ein. Das sind übrigens die beiden von denen wir den Job ab Juli übernehmen wink

Desweiteren verbrachten wir die Nacht verbrachten das erste Mal in einer Fale, welche eine typisch Samoanische Unterkunft ist. Im Enddefekt ist es lediglich eine offene Hütte mit Palmenblätterdach und Moskitonetz. Da wir direkt am Meer schliefen hatten wir also direkt nach dem aufwachen einen traumhaften Ausblick.coolsmile

Den nächsten Tag verbrachten wir mit Jonas und Theresa fast komplett schnorchelnd im Meer, welches allerdings mit 27 Grad keine wirkliche Abkühlung bat. Da am Matareva Beach aber direkt ein tolles Riff liegt, schnorchelte man mitten durch die buntesten Fischarten, die einem sonst nur aus Aquarien bekannt sind. Außerdem sahen wir noch blaue Seesterne, Schildkröten, riesige Moränen und Barracudas, eine Seeschlange und unzählige verschiedene Seegurken und Krebse. Bilder von der Gopro hab ich aber leider noch nicht auf dem PC. Es war einfach ein unbeschreiblich toller Tag!! Der Matareva Beach ist übrigens auch durch die Fernsehsendung Survivor bekannt, welche dort gedreht wird.wink

Zum Lunch gab es ein samoanisches Nationalgericht, das Umu. Dabei wird ein Ferkel mit glühend heißen Steinen gefüllt und einige Stunden mit Palmen bedeckt im Boden gekocht. Dazu gab es Taro, Brotfrucht und einen frisch gefangenen Barracuda.smile

Der zweite Teil unseres Südseeabenteuers erfolgt die Tage tongue-out

 

Bis denn wink

 

 

Mit Gottes Segen im Gepäck

Mittwoch, 17.05.2017

 

10.05.17- 17.05.17 Coromandel

 

Moinsen,

 

Um 10 Uhr morgens trafen wir bei der Farm von Ian and Bev Bailie ein, bei denen unsere Bekannschaften von der Südinsel, Theresa und Jonas, die letzten 2 Monate gearbeitet haben. Dadurch entstand auch der Kontakt mit Ian and Bev und nun hatten wir ein kleines Bewerbungsgespräch bei den beiden. Dieses verlief typisch Neuseeländisch, also unfassbar locker. Bev zeigte uns die Farm in dem sie mit uns 2 Stunden lang auf einem Quad über das gesamte Farmland gefahren ist und danach wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Nach insgesamt also 4 Stunden lockerem Beisammensein stand fest, das wir den Job haben laughing Können also zur Kälberzeit im Juli und August bei Ian und Bev arbeiten und bekommen sowohl Unterkunft, als auch Essen bereitgestellt. Ian und Bev sind super nett und wir haben auch schon richtig Lust bei den beiden zu arbeiten. Außerdem wird Ian noch einen befreundeten Farmer in Hawkes Bay fragen, ob wir eventuell den Juni bei ihm arbeiten können. Das wäre natürlich fantastisch. smile

 

Mit einem neuen Job im Gepäck machten wir uns also glücklich auf , in Richtung Coromandel, da wir dort unsere alten Arbeitskollegen von unserer ersten Arbeitsstelle wiedertreffen wollten. Die Nacht verbrachten wir allerdings noch auf einem freedom campspot zwischen Thames und Coromandel town, da wir nicht mitten in der Nacht ankommen wollten. Diese Nacht wurde allerdings zu einer der schlimmsten Nächte unserer Reise, denn einige biestige Mücken hielten uns bis 2 Uhr Nachts wach und belästigten uns mit Stichen an den unmöglichsten Stellen (unterm Fuß, auf dem Augenlied etc.)undecided

 

Die Fahrt nach Coromandel town war uns ja bereits bekannt, doch trotzdem wieder unfassbar schön diese tolle Küstenstraße entlang zu fahren. Leider spielte an dem gesamten Tag das Wetter verrückt und es regnete wirklich ununterbrochen wie aus Eimern. Völlig untypisch für die sonnige Coromandel Halbinsel. Am Top 10 Holiday Park angekommen blickten wir wieder in die uns vertrauten Gesichter (nur Summer fehlte leider) und es war wirklich schön die ganzen Leute wiederzusehen. Gerade mit Roberto und Terry hatten wir uns ja sehr sehr gut verstanden.
Caron gab uns sogar direkt eine kostenlose Nacht auf dem Campingplatz und so konnten wir wieder mal den ganzen Luxus des Platzes spüren (heiße Dusche, kostenlose Wäsche etc.) Sogar unser altes Wifi Passwort funktionierte, so dass wir direkt unlimted Wifi hatten cool

Den Abend verbrachten wir denn bei Roberto und Sandra, die uns zum Essen und Bier/Wein einluden.smile

Am nächsten Tag wollten wir eigentlich nach Auckland fahren, aber da wir den halben Tag damit verbrachten Unterkünfte auf Samoa zu buchen und wir gerne Summer noch einmal wieder sehen wollten (hatte am folgenden Tag Dienst) blieben wir noch eine Nacht auf Coromandel. Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von allen am Nachmittag und fuhren weiter nach Tuakau, da wir in Auckland leider keinen legalen Schlafplatz gefunden haben. Dort durften wir legal direkt an einer Kirche schlafen und als wir am nächsten Morgen frühstückten wurde wir etwas von den Menschenmassen überrascht, da wir ganz vergessen hatten das es Sonntag ist und dazu auch noch Muttertag. Mit dem Spruch „Ihr seid heute also die Ersten laughing“ wurden wir lustig und freundlich vom Pastor begrüßt und nach einem interessanten Gespräch zum Abschied gesegnet. Dieser Segen sollte uns an diesem Tag wirklich noch sehr viel gutes bescheren.tongue-out

Nachdem wir also durch Brot und mit Gottes Segen gestärkt waren fuhren wir weiter nach Auckland um uns da mit Aileen, Fabi , Emma und Johanna zu treffen. Der erste Glücksmoment ließ auch nicht lange auf sich warten und so bekamen wir unseren überwachten Park and Fly Stellplatz zu dem halben Preis von dem, den wir beim Buchen zugeteilt bekamen. 9 Tage für 63 Dollar (ca. 40 € ) und inklusive Flughafenshuttle (sogar Nachts) sind echt in Ordnung. Außerdem.fanden wir danach einen kostenlosen Parkplatz in Zentrumsnähe, was in Auckland ansonsten nicht wirklich einfach ist. Im Zentrum angekommen checkte ich kurz die Emails und so folgten die Glücksmomente 3 und 4. Erstens haben wir ein Jobangebot von Ian´s Kumpel bekommen und zweitens meldete sich jemand aus der Nähe von Auckland, ob wir nicht Lust hätten bei denen für ein paar Tage zu Wwoofen. Das war sowieso von uns geplant für die 3 Tage vor Samoa, nur hatten wir bis dato kein Glück bei der Suche. Das Segnen hatte also vollen Erfolgsmilecool

Völlig glücklich trafen wir uns danach bei dem wohl besten Gelatiere Neuseelands mit Aileen, Fabi , Johanna und Emma zum genießen der Giapo Eiskreationen. Allerdings war dies auch ein kleines Abschiedsessen, denn Aileen und Fabi flogen bereits an diesem Abend zurück nach Deutschland und Johanna folgt ihnen nächste Woche. Emma bleibt noch ein wenig hier und wir werden uns sicherlich zu dritt noch einmal hier wiedertreffen. Aber auch in Deutschland wird es sicherlich ein Revival zu sechst geben wink

Abends fuhren wir denn zu unserer Wwoofing Stelle nach Pukekohe. Hier bekamen wir noch ein Abendessen und lernten dabei Craig und Alisa kennen. Die beiden Arbeiten Vollzeit, so dass wir Tagsüber das Haus und das riesige Grundstück für uns alleine hatten. Außer der Katze Garfield hatten wir allerdings noch durch 5 Pferde, 10 Kühe und einiger Schafe genügend tierische Unterhaltung. Dazu hatten wir sehr schnelles Wifi, ein eigenes Badezimmer, einen vollen Kühlschrank und ein tolles Zimmer, so dass die Tage echt angenehm waren. Vor allem da die Arbeit nur ca. 3 Stunden täglich war. Am ersten Tag mussten wir Holzstapeln und abgesägte Äste mit einem Quad (mehr Fun als Arbeit cool) durch die Gegend fahren, am zweiten Rasenmähen und Unkraut entfernen und am dritten nochmals Unkraut entfernen. Unkraut entfernen war übrigens die Aufgabe die mit Abstand am unlustigsten war , vor allem im Regen. laughing

Ansonsten aber echt ne verdammt coole Wwoofing Stelle , bei welcher wir sehr viel Freiheiten und sehr leckeres Essen hatten.smile

Nun verbringen wir noch eine letzte Nacht hier, bevor wir morgen nach Auckland fahren um von da aus mit dem Flieger in die Südsee zu starten.cool Wir wissen noch nicht, ob wir dort irgendwo Wifi haben, also werden wir uns wohl erst nächste Woche wieder melden. Hoffentlich mit einigen tollen Fotos und Stories aus Samoa im Gepäck wink

 

Bis denn tongue-out

 

If you're having a bad day catch a wave

Freitag, 12.05.2017

 

07-09.05.17 Waitomo

 

Moin Leute,

 

Nachdem wir die Nacht unsere Akku´s wieder aufgeladen haben (nur die Muskeln verzeihen uns die Wanderung noch nicht laughing ) gönnten wir uns eine kurze, heiße Dusche im Schwimmbad von Stratford, bevor wir den Forgotten World Highway (Highway 43) in Richtung Taumarunui fuhren.

Der Forgotten World Highway (155 km Länge) ist mit durchschnittlich 150 Fahrzeugen am Tag der neuseeländische Highway mit dem mit Abstand geringsten Fahrzeugaufkommen und hat wohl daher auch seinen Namen. Die Strecke führt durch eine der abgelegensten Gegenden Neuseelands und durch eine nahezu unberührte Natur. Tolle Aussichten auf den 4 Bergsatteln die man überquert, ein einspuriger Tunnel, welcher Hobbits Hole genannt wird und der Ort Whangamomona gehören zu den Highlights des doch sehr langen Weges (die Durchschnittgeschwindigkeit durch die sehr kurvige Streckenführung lag bei knapp 50 Km/h).

Whangamomona ist ein sehr spezieller Ort ,der sich aufgrund eines Widerstandes gegen die Bürokratie aus Wellington, 1989 selbst zu einer Republik ernannt hat. Alle 2 Jahre im Januar feiern nun die „Bürger der Republik“ deswegen auch ein Unabhängigkeitsfest laughing Haben jetzt auch einen Stempel in unserem Reisepass aus der „Republik“ Whangamomona tongue-out

Nachdem wir also die Fahrt auf dem wohl einsamsten Highway beendet hatten, fuhren wir noch ca. 1 Stunde weiter bis in den Waitomo District. Dort fanden wir einen freedom campspot direkt auf einem Parkplatz eines Restaurant, welches für unglaubliche 10 $ ein all-you-can-eat Buffet anbot. Wir schlugen also unsere Bäuche bis zum Rand voll, hatten einen kleinen Verdauungsspaziergang durch einen Glühwürmchenwald (mit leider auch unglaublich vielen riesigen Spinnen an den Felswänden) und hatten eine seehr gesättigte Nacht im Nirgendwo smile

 

Der nächste Tag begann mit einem Besuch der Mangapohue Bridge, welche eine natürliche Brücke über einen Fluss darstellt. Außerdem gibt es dort 35 Millionen alte Austernfossilien in den Felsen zu bestaunen. Nur 5 Fahrminuten weiter zwangen uns die Piripiri Caves zu einem weiteren Halt, welche eine relativ große dunkle Höhle mitten im Wald ist. Auch hier waren die Riesenspinnen wieder in großer Anzahl anzutreffen. Da diese Ecke mit einem kostenlosen Naturwunder nach dem anderen Glänzte, dauerte es auch nur weitere 5 min bis wir am Marokopa Wasserfall eintrafen, welcher eindeutig einer der schönsten Wasserfälle Neuseelands ist. tongue-out

Den Nachmittag des Tages verbrachten wir in Kawhia und um genauer zu sein, an einem wunderschönen schwarzen Sandstrand in der Nähe von Kawhia. Dieser Strand ist außerdem die Heimat der Te Puia Springs, was bedeutet das hier ähnlich wie am Hot Water Beach auf Coromandel, heißes Wasser aus dem Boden kommt. Man kann hier also direkt am Strand ein Loch buddeln und hat seinen eigenen Hot Pool mit Meeresblick (for free!). Was könnte besser sein?coolcool

Am nächsten Tag fuhren wir über eine 50 km lange Schotterstraße durch ein fast komplett unbewohntes Gebiet an der Küste entlang nach Raglan. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch bei dem Bridal Veil Wasserfall, einem 55 Meter hohem Wasserfall , bei dem es sogar eine Plattform direkt an der Spitze gibt. Ehrfürchtige Erfahrung so nah am Abgrund eines Wasserfalls zu stehen!surprised

 

Raglan an sich ist die Surferstadt Neuseelands schlechthin und einer der besten Surfspots der Welt. Auch der Surffilm „The Endless Summer“ wurde hier zum Teil gedreht. Da bot es sich natürlich an sich 2 „Bretter“ auszuleihen und sich in die Wellen zu begeben. Nach knapp 3 stündigem Wellenreiten ist uns auch bewusst geworden, warum gerade dieser Ort die Surfer so anzieht, denn die Wellen sind nahezu perfekt zum Surfen. Richtig cooler Ort und ein absolutes must do für jeden Surfer!cool

Nachdem es langsam zu dämmern begann, duschten wir uns noch schnell kalt an der Stranddusche ab, um danach bis nach Morrinsville zu fahren. Dort verbrachten wir die Nacht, da wir am nächsten Tag in einem 5 km entfernten Ort ein Bewerbungsgespräch für einen neuen Job hatten. 

 

Ob das mit dem Job geklappt hat erzählen wir denn beim nächsten Mal tongue-out

 

Bis denn wink

 

Unterschätze nie deinen Gegner

Montag, 08.05.2017

 

02-06.05.17 Taranaki

 

Moin,

 

Die Nacht verbrachten wir in der Nähe von Wellington und fuhren am nächsten Tag bis Palmerston North deckten uns mit Essen ein und luden unsere Geräte in der Library auf. Also ein eher unspektakulärer Tag laughing

Am kommenden Tag besuchten wir die Ortschaft Bulls, in der die Einwohner humorvoll kleine Wortspiele mit dem Namen der Ortschaft machen. Danach ging es weiter nach Wanganui, wo wir auf den Durie Hill Tower kletterten, von welchem einem eine tolle Aussicht über die Stadt geboten wird. Anschließend besuchten wir dort einen tollen freien Park inkl. Vogelgehege, in welchem Papageien und einige andere bunte Vogelarten völlig sorglos um einen herum flogen. Nette kleine kostenlose Attraktion für zwischendurch smile Nach dem wir in Waverley eine ruhige Nacht verbrachten fuhren wir am nächsten Tag den Highway 45, auch Surfhighway gennant, bis nach New Plymouth. Da das Wetter leider eher mäßig war , surften wir allerdings lediglich eine Sanddüne am Strand von Patea hinunter cool

In New Plymouth angekommen hatten wir noch ein paar Stunden Zeit und so beschlossen wir noch den Paritutu Rock zu besteigen, was allerdings aufgrund des steilen Anstiegs eher ein beklettern war. Schwindelfrei sollte man bei dem unterfangen auf jeden Fall sein, da gerade die letzten 50 Meter ein fast senkrechtes (ohne Sicherung) klettern ist. Die Aussicht war dafür allerdings, trotz orkanartigem Wind am Gipfel, der Hammer! surprisedsmile

Die Nacht durften wir direkt am Meer verbringen und so konnten wir am Morgen beim Frühstück die zahlreichen Surfer beobachten. Da das Wetter mit Sonnenschein trumpfte hatte man dazu auch eine grandiose Sicht auf den Taranaki! Auf der einen Seite Meer und auf der anderen diesen atemberaubenden Vulkan, so lob ich mir das Frühstücken laughing 

Nach dem grandiosen Frühstück besuchten wir den Brookland Zoo, welcher völlig kostenfrei ist und wirklich toll gemacht ist. Anzutreffen sind dort Erdmännchen, welche sich uns allerdings nicht zeigen wollten, Alpacas, bolivianische Affen und Papageien, die auch hier nicht in einem kleinen Käfig leben , sondern fröhlich um die Gäste herum flattern dürfen. Auch eine „Elefantenfamilie“ und einen Kakadu gehörten zum Inventar. Die kleinen Äffchen haben uns allerdings am besten gefallen! smile

Abschließend fuhren wir zum DOC North Egmont Visitor Centre , das direkt am Mount Taranaki liegt und bei dem wir uns über Wanderungen rund um den Taranki informierten. Sogar schlafen durften wir dort, so dass wir mit einem traumhaften Ausblick einschlafen durften.cool

Da der Anstieg auf den Taranaki um diese Jahreszeit ohne Ausrüstung (Steigbügel, Eisaxt etc.) und alpine Erfahrungen lebensgefährlich ist (höchste Todesrate aller Berge in Neuseeland) und einem deutlich davon abgeraten wird, entschieden wir uns dafür den Pouakai Circuit zu laufen. 

Der Pouakai Circuit ist eigentlich eine Mehrtageswanderung (2-3 Tage) mit 25 km Länge, allerdings wollten wir versuchen, das Geld für die Übernachtungen zu sparen und planten den Track an einem Tag zu laufen. Hat beim Routeburn Track , welcher deutlich länger, ist ja auch geklappt dachte ich mir laughing

Mit dem Sonnenaufgang um Punkt 7 Uhr liefen wir also los und die ersten anstrengenden 8 km bis zur ersten Hut liefen recht gut und so waren wir bereits nach 2,5 Std. (4 Std. werden vom DOC angegeben) das erste Drittel des Tracks gelaufen. cool Lief also wie geplant und die Aussicht war die ganze Zeit über grandios und der Taranaki zeigte sich bei purem Sonnenschein von seiner besten Seite smile Da wir über den Wolken waren konnte man sogar den Mount Cook und die neuseeländischen Alpen, die beide auf der Südinsel anzutreffen sind , von dort aus sehensurprisedsmile

Der nächste Teil des Tracks bis zur 2ten Hütte zeigte uns allerdings , das dies kein besonders gepflegter Track ist und so liefen wir hinab durchs Wetland und den nachfolgendem Anstieg zur Pouakai Hut fast vollständig durch knöcheltiefen Matsch. Das hinderte uns auch daran unser gutes Tempo bei zu behalten und so waren wir erst nach 2,5 weiteren Stunden bei der Hälfte des Tracks angekommen. Wurde also langsam eng mit der Zeit um im Hellen zurück zu sein. Aufgrund des Zeitdrucks und weil das Wetter sich komplett änderte und der Taranaki ab dort nicht mehr zusehen war machten wir nur einen kurzen Halt an einem eigentlich Spiegelsee in der Nähe der Hut. Dort wollten wir ursprünglich das berühmte Spiegelbild vom Taranaki machten was uns allerdings dank der Wolken verwehrt blieb. Shit happens und von da an war der einzige Gedanke nicht im Dunkeln im Wald rumzuhängen.tongue-out

Der nächste Teil war der Anstieg zum 1270 Meter hohen Henry Peak und ab dort machte sich ein weiteres Problem bemerkbar und zwar das Svenja´s linkes Knie langsam den Geist aufgab. So hatten wir nicht nur Zeitdruck, sondern auch keine Möglichkeit mehr schneller zu gehen. Mit schmerzen kämpften wir uns also immer weiter bergab und berghoch durch den nie endenden Jungle, über dutzende wacklige Brücken und durch weiterhin knöcheltiefen Matsch. Durch die Baumkronen konnte man nun auch den Mount Taranaki wieder unbewölkt sehen smile

Dank Kampfgeist und dem unbändigen Willen nicht im Dunkeln in der Wildnis zu hocken, schafften wir es gerade so und mit 10 stündiger Laufzeit im hellen zum Auto zurückzukehren.smile

Die wohl schlimmste Wanderung, die wir hier gemacht haben und der Beweis das man sich lieber besser über die Tracks informieren sollte. Wir sind nämlich fast völlig ohne Information über Profil der Strecke (mussten immerhin ohne es vorher zu ahnen 3 größere Anstiege auf 1350,1250 und 1270 Metern überwinden) und Qualität des Weges losgelaufen. Ich hatte nur anhand der Kilometer geschätzt, ob es möglich ist den Weg an einem Tag zu gehen. 25 Km hörte sich nicht sonderlich viel an , allerdings hat die Beschaffenheit des Weges und das ständige hoch und runter laufen (weniger als 1 Km war eine ebenerdige Strecke) ein schnelleres vorankommen fast nicht ermöglicht. Die Wanderung an sich war ansonsten aber wirklich atemberaubend schön und auch trotz der gewissen Schwierigkeiten sehr zu empfehlen. smilewink

Glücklich und geschafft fuhren wir also wieder nach New Plymouth gönnten uns eine wohlverdiente Dominos Pizza und schliefen bereits nach wenigen Sekunden ein.

 

 

Die nächsten Tage fahren wir über den "Forgotten World Highway" in den Waitomo District und werden uns die letzten wenigen von uns unbereisten Orte Neuseelands angucken tongue-out

 

Bis denn wink

 

Höllenritt auf See

Mittwoch, 03.05.2017

 

Picton 27.4-1.5.17

 

Moin Moin,

 

Nach herzhafter Verabschiedung von unseren Hosts der letzten Woche bewegten wir uns wieder weiter nördlich und machten einen Stopp am Hokotika Gorge, bevor wir nach Greymouth fuhren, wo wir die Nacht schliefen. Der Hokitika Gorge ist ein Fluss der durch eine Regenwaldschlucht fließt und eine unglaublich tolle türkis-grüne Farbe besitzt. Leider ist es uns unmöglich gewesen viel Zeit direkt am Flußufer zu verbringen, da auch hier die Sandflies in unglaublicher Anzahl anzutreffen sind. Allerdings kann man von der Sandflie freien Swingbridge, welche direkt über den Fluss hängt, den grandiosen Ausblick genießen. smile Unbeschreiblich toller Ort mit einem Wasser (was trotz der Farbe durchsichtig ist) , welches einen sofort in den Bann zieht und auch nicht so schnell wieder loslässt.cool

Nachdem wir es allerdings doch geschafft haben uns von diesem Traumort loszueisen und Socke uns nach Greymouth brachte, gingen wir relativ früh schlafen, denn am nächsten Morgen stand ein wichtiges Spiel an laughing

Morgens um 6 Uhr voller Zuversicht die nächste Wifi-Box gesucht und den VPN client angeschmissen (ARD/ZDF/SKY haben ihren Livestream ja leider auf Deutschland begrenzt). Allerdings waren alle Server überlastet und so war es uns nicht möglich das Spiel gegen die Lederhosen zu sehen. Dafür läuft aber das BVB Netradio auch im Ausland und so beschallten uns Nobby und Boris in typischer Manier und wie immer völlig objektiv wink , während wir mit Schlafsack auf einer Bank vor der Bibliothek saßen (ist halt noch sehr kalt morgens laughing )

Nachdem die Lederhosen also ausgezogen waren und wir völlig losgelöst unser Frühstück genossen cool, trafen wir uns in der Bibliothek mit Fabi und Aileen wieder, die gerade darauf warteten das ihr Auto in der Werkstatt repariert wird. Den Rest des Tages verbrachten wir zu viert in der Bibliothek, informierten uns etwas über Samoa , buchten die Fähre zur Nordinsel und versuchten die Steuererklärung für Deutschland anzufangen. Ist leider nicht ganz so easy, da wir ja auch hier im Ausland gearbeitet haben.undecided 

Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von den beiden und fuhren danach fast 5 Stunden bis Blenheim. Auf dem Weg dorthin kamen wir noch an einem tollen See vorbei, mit in Wolken/Nebel umwickelten Bergen an den Seiten. Außerdem war der ganze See voll mit riesigen Aalen, welche völlig unbekümmert direkt am Ufer und unter dem Steg schwammen.

Nach einer ruhigen Nacht in Blenheim erkundeten wir die Stadt ein wenig, besuchten einen tollen kleinen Park und gingen für eine „Probetraining inkl. Heißer Dusche“ ins Fitti. Abends durften wir dann noch einen grandiosen Sonnenuntergang sehen surprised

Am nächsten Morgen, nach kurzem Besuch des Farmersmarkts, fuhren wir ins schöne Picton. Außer einem kurzem Walk durch die Stadt und danach zum Karaka Point, lief der Tag aber ereignislos. Das Wetter war aber traumhaft und eher Sommer, als Herbst. smile

Der nächste Tag sollte also leider unser letzter Tag auf der atemberaubend schönen Südinsel von Neuseeland werden. Wir fuhren etwas aufgeregt zur Fähre , da ich als Schleuser versuchen musste Svenja als blinden Passagier auf die Fähre zu bekommen. Spart uns halt 80 Doller und damit knapp einen vollen Tank und da auf der Hinreise nicht kontrolliert wurde, wollten wir es mal versuchen laughing Hat zum Glück auch alles super geklappt und es hat mal wieder keiner kontrolliert smile

Nach dem wir die erste Stunde völlig ruhig und bei bestem Wetter (Sonnig und Windstill) wieder durch den wundervollen Malborough Sound fuhren, änderte sich das auf offener See komplett. Statt Sonne verdeckten dicke Wolken den Himmel, der Wind wurde zu einem Orkan und das Schiff schaukelte so enorm, dass wir uns auf den Boden legen mussten um nicht Seekrank zu werden. Die Wellen brachen so extrem am Schiff, das diese das Wasser über das Deck schleuderten und dauernd flackerte das Licht an Bord bzw. teilweise fiel dieses ganz aus. Wir fühlten uns wie im Film „The perfect Storm“ (Der Sturm) und die Geräusche und das flackernde Licht trugen nicht gerade zu einer besseren Stimmung bei. Dazu hörte man überall Menschen die sich übergeben mussten. Scheußliche 2 Stunden auf die wir gerne verzichtet hätten! laughing

Im Hafen von Wellington war es wieder völlig ruhig und so konnte man sich die letzte halbe Stunde wieder regenerieren, bevor wir unbeschadet das Schiff verließen. Als Belohnung gab es denn Abends Pizza zum halben Preis dank Tagesangebots smile

 

Fazit zur Südinsel:

Als wir die Nordinsel bereisten trafen wir unzählige Menschen die uns sagten, dass die Südinsel um einiges schöner ist und wir das damals nie glauben konnten, da uns die Nordinsel bereits so geflasht hatte. Im Nachhinein und nach dem wir die wohl schönsten Orte beider Inseln gesehen haben, müssen wir diesen Leuten zu Recht zustimmen. Die Südinsel ist landschaftlich das schönste was wir bisher gesehen haben und hat unzählige magische und unfassbar tolle Orte, welche nur schwer bis gar nicht beschreiblich sind! Traumhafte und atemberaubende Natur!!! smilesmilesmile

 

Die nächsten Tage fahren wir die Westcoast der Nordinsel hoch und schauen uns die letzten von uns unentdeckten Orte an smile

Bis denn wink

 

 

Wwoofen

Montag, 01.05.2017

 

Pukekura  23-26.04.17

 

Moinsen,

 

Nachdem wir 10 km in einer falschen Schotterstraße unsere neue Behausung für die nächsten Tage suchten und dabei eine Herde ausgebrochener Kälber den halben Weg vor uns hertrieben, wurden wir endlich in Pukekura fündig. Die Besitzer der Pokekura Lodge, welche allerdings nicht wirklich an dem Betrieb der Lodge interessiert sind und es eher als kleinen Nebenverdienst ansehen, sind also für die nächsten Tage unsere Gastgeber. Da der Mann des Hauses (Royden) die ersten Tage unseres Besuchs bezüglich seiner Arbeit (Opossums jagen) im Southland unterwegs war, nahmen wir zuerst nur mit Katie, die Ehefrau von Royden und den beiden Kindern Amelie (5 Jahre) und Corbyn (18 Monate) Vorzug.

Nach der Ankunft wurde uns sehr schnell bewusst, dass hier alles sehr gelassen gesehen wird und so war unser erster „Arbeitstag“ eher ruhig. Ich hackte Holz und Svenja machte den Garten hübsch. Das auch nur für ca. 2 Stunden und schon war das harte Arbeitsleben vorbei laughing Bereits am ersten Tag bemerkten wir, das Katie eine unglaublich gute Köchin ist und so sättigten wir uns mit leckerem Rindfleisch und Gemüse. Außerdem gingen wir noch mit den beiden Hunden (Rusty und Tiger) und den Kiddies an den Strand. Nach einem tollen Gespräch und als die Kinder ruhig schliefen, gingen wir runter zu Lodge, um uns in unserem Zimmer mit sehr bequemen Bett auszuruhen (das Haus liegt etwa 250 Meter von unserem Schlafplatz in der Lodge entfernt) smile

Am nächsten Morgen half Svenja, Katie ein Ferienhaus, welches die kommenden Tage vermietet ist, vorzubereiten und zu reinigen. Ich spaltete wieder etwas Holz und mähte den Rasen. Nach dem Mittagessen gingen wir Einkaufen fahren und brachten Holz zu einer Freundin von Katie. Als wir unser Geld aus dem Auto holen wollten, um paar Kleinigkeiten zu besorgen, stellten wir fest das unser Autoschlüssel weg war. frown Zu dem Zeitpunkt wussten wir allerdings nicht wie ernst der Verlust noch werden sollte.

Dafür fanden wir einen streunenden Hund, den wir aber am nächsten Tag leider in ein Tierheim bringen mussten, da sich keiner gemeldet hatte.

Den Abend verbrachten wir bei einer Freundin von Katie , bei der auch gerade 2 deutsche Mädels Wwoofen.

Der nächste Tag galt hauptsächlich der Suche nach unserem Autoschlüssel und auch Katie und Amelie halfen uns, doch dieser war einfach nicht aufzufinden.

Nach einem Telefonat mit unser Versicherung stellte sich außerdem leider raus, das diese dafür nicht zahlen werden, da wir nur Haftpflicht haben.

In der Nacht kam Royden von seiner Arbeit wieder und so lernten wir ihn am nächsten Morgen kennen. Da an diesem Tag in Neuseeland ein Feiertag ist (ANZAC Day , Australischer und Neuseeländischer Gedenktag der Opfer aus dem Ersten Weltkrieg, die hauptsächlich in der Schlacht von Gallipoli gefallen sind) gingen wir alle zusammen nach Hari Hari, um bei einem Gedenkmarsch mitzuwirken. War wirklich cool gemacht und eine enorm große Beteiligung für diese dünn besiedelte Area. Danach gab es Essen, Whisky und Bier im Pub. Den Nachmittag versuchten wir wieder unseren Autoschlüssel zu finden, doch leider ohne Erfolg. Ich wollte das mit der Versicherung nicht so akzeptieren und versuchte wieder mein Glück, da ich im Internet gelesen hatte, das diese für Schlüsselverluste aufkommt bzw. kostenlos aufbrechen, da wir eine Membership haben. Also ruf ich unter der Memberhotline noch einmal an und diese sagten mir , dass die doch dafür aufkommen und sofort ein Auto losschicken. Dieser kam zwar erst nach 3 Stunden (kam aus dem 300 km entfernten Christchurch) , aber dafür war es für Umme. Jetzt haben wir leider allerdings nur noch unseren Ersatzschlüssel, der auch leider nicht die Fahrertür aufschließt aber besser als gar kein Schlüssel ist es allemal.smile Abends haben wir denn noch mit Katie und Royden den Film „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand, auf Englisch geguckt, was allerdings kaum Sinn macht, da dieser eh nur in Schwedischer Sprache und mit englischem Untertitel läuft. laughing

Am letzten Morgen zeigte uns Royden noch, wie er innerhalb von 3 Sekunden ein ganzes Opposum häutet. Unfassbar schnell! surprised

Danach verabschiedeten wir uns noch von den Kindern, den Hunden, der Ziege und natürlich von unseren großartigen Hosts Katie und Royden. Waren echt 5 coole Tage, die wir nicht mehr vergessen werden. smilecool

Ein paar kleine generelle Infos zum Abschluss:

  • Pukekura ist die kleinste Stadt Neuseelands, mit einer Einwohnerzahl von ganzen 6 Personen, von denen 4 unsere Hosts sind und die anderen beiden Katies Eltern. laughing Also eine Einfamilienstadt sozusagen.

  • Die 4 leben zu einem großen Teil als Selbstversorger , haben einen Garten mit so ziemlich allem Gemüse und Obst was man sich nur vorstellen kann, jagen ihr Fleisch/Fisch selbst oder tauschen es gegen Oppossumfelle oder andere Sachen. Von dem Geld aus der Lodge und was Royden verdient wenn er arbeitet (macht er nur alle paar Monate für ein paar Wochen) werden halt Dinge wie Strom, Benzin, Kleidung etc. bezahlt.

  • Das Essen war großartig! smile

  • Die Familie ist unglaublich kreativ, besonders Amelie, die zum Beispiel bereits mit 5 Jahren ihre eigenen Handtaschen macht, die sogar echt gut ausssehen und was das besondere ist auch wahnsinnig gut verarbeitet sind. cool

  • Die Kinder werden so erzogen, das diese nicht am Handy oder anderen elektronischen Geräten hängen, sondern sich miteinander, mit der Umwelt oder den Tieren beschäftigen.

 

Insgesamt hat es sich wirklich gelohnt und es war toll mit und in einer Familie zu leben, die ein ganz ganz anderes Leben führt als die Menschen die wir kennen und vor allem auch ganz anders als wir es von uns selber gewohnt sind.

 

Nun fahren wir über Hokitika nach Greymouth und werden nächste Woche die Fähre zurück auf die Nordinsel nehmen.

 

Bis denn wink

 

 

Excuse me while I kiss the sky

Donnerstag, 27.04.2017

 

Wanaka, Haast Pass und Westcoast 19-22.04.17

 

Moin Moin,

 

Am 19ten blieben wir noch für einen Tag in Wanaka um uns um ein paar Erledigungen zu tätigen und die Akkus aufzuladen. Außerdem versuchten wir unsere per Hand gewaschene Wäsche irgendwie trocken zu bekommen. Hat im Enddefekt ganze 3 Tage gedauert bis die Wäsche trocken war laughing

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 6 Uhr morgens, denn Fußball stand auf dem Tagesplan und durch die Zeitverschiebung fallen die Spiele leider immer auf unchristliche Zeiten. Wir fuhren also zur nächsten Spark-Zelle, an denen wir dank unserem Handyvertrag jeden Tag 1 Gb freies W-Lan haben und konnten das Spiel dank Facebookvideokonferenz zusammen mit meinem Bruder gucken (Danke dir hier auch nochmal smile)

Nach dem leider unglücklichem Ausgang des Spiels pendelten wir gemäßigt den Haast-Pass entlang und hielten an, wo es uns gefiel. Der erste Halt war am Lake Hawea, welcher nur durch ein Gebirge und den Haast-Pass vom Lake Wanaka getrennt wird und eine faszinierende Wirkung hat.

Als nächstes war es der „Blue Pool“ , der uns dazu zwang Socke eine Pause zu geben. Atemberaubender türkis-blauer Pool der sich mitten im Regenwald durch Gletscherwasser aus einem Fluss bildet. Das Wasser ist wirklich eisig kalt und da der Ort leider während unseres Besuch im Schatten lag, trauten wir uns nicht ins Wasser laughing Ansonsten ist es auch möglich von einer Brücke, die ca. 6 Meter über den Pools schwingt in das kristallklare und türkis gefärbte Wasser zu springen. Wäre ja ansonsten genau das richtige für uns Klippenspringer gewesentongue-out

Die türkis-blaue Färbung des kristallklaren Wassers beruht übrigens auf einer Naturgegebenheit, die durch die Sonneneinstrahlung und der speziellen Begebenheit des Wassers entsteht.

Nur wenige Fahrminuten später machten wir einen kleinen Walk zu den Fantail falls und eine kleine Picknick-Pause. Und wiederum nur ungefähr eine halbe Stunde hielten wir beim Thunder Creek fall, einem weiteren Wasserfall. Beide waren sehr schön, aber da wir hier schon unzählige gigantischere und schönere Wasserfälle gesehen haben, waren es recht kurze Stopps. Zum Beine vertreiben war es trotzdem perfekt.smile

 

Unser letzter Halt auf dem wunderschönen Haast Pass waren die roaring billy falls, welche sich eindeutig aufregender anhörten, als sie es in Wirklichkeit waren. Die Lage des Wasserfalls war dafür allerdings unbeschreiblich großartig. Aus einem Regenwald floss der Wasserfall direkt in ein abermals unfassbar türkis-blauen und kristallklaren Gletscherwasserfluss. Da hier die Sonne schien wollte ich unbedingt ins Wasser und da wir keine Sachen mit hatten, passierte das halt so wie Gott mich schuf innocent coolEs war mir allerdings leider nicht lange möglich mich in dem wohl höchstens 5 grad kaltem Wasser aufzuhalten laughing Nebenbei war dieser tolle Ort allerdings von unfassbar vielen Sandflys befallen, so dass die 3 Sekunden unbekleidet an der Oberfläche reichten, damit die Sandflys mich mit einigen juckenden Bissen auf den Weg zum Auto schickten undecided Mit Abstand die nervigsten Tiere in Neuseeland.

In Haast angekommen suchten wir uns einen halb legalen Stellplatz in einer Seitenstraße (gibt dort leider keine freedom campingplätze) und hatten aber eine ruhige Nacht.cool

Der nächste Tag wird sich bei Svenja wohl immer ins Gehirn brennen. Nach einer kleinen Frühstückspause an einem tollen Strand fuhren wir die Westcoast entlang bis zum Fox Glacier. Dort machten wir einen Walk, der es einem erlaubt bis auf 300 Meter an den leider immer weiter schmelzenden Gletscher zu kommen. Seit ein paar Jahren ist es leider verboten ohne Guide auf den Gletscher zu gehen, da zu viele Menschen dabei ums Leben kamen oder verletzt wurden.

Da der Gletscher leider um einen Berg herum läuft/fließt/rutscht/schiebt/whatever sieht man vom Boden aus nur das Ende. Trotzdem ganz interessant , besonders da der Fox Gletscher einer der schnellsten Gletscher der Welt ist und sich mit einem Meter pro Woche nach unten bewegt.

Des Weiteren gab es auch hier einen Gletscherwasser Blue Pool.

Die Tatsache warum es aber ein ganz besonderer Tag werden sollte, stand aber noch bevor. Denn um 15:00 Ortszeit wurde für Svenja endlich ihr Traum wahr und sie löste ihr Geburtstagsgeschenk von vor 1,5 Jahren ein. (wurde ja auch mal Zeit wink)

Nach einigen kurzen Anweisungen hebte das Flugzeug zusammen mit ihr ab und es stand fest , dass das Flugzeug ohne sie wieder landen würde. Nach einigen Minuten Rundflug ging also die Tür des wohlgemerkt einwandfrei funktionierendem Flugzeug auf und zusammen mit ihrem Tandempartner Peter sprang sie aus dem wohlgemerkt weiterhin funktionierendem Flugzeug, um sich 4000 Meter nach unten zu stürzen. Der erste Kilometer wurde komplett im freien Fall zurück gelegt , bevor zum Glück der Fallschirm aufging und die restlichen 3000 Meter dazu dienten, die trotz aufkommender Bewölkung fantastische Aussicht auf die Gletscher und den Mount Cook zu genießen. Außerdem natürlich um sanft unten zu landen, was auch wunderbar funktioniertesmile

Die Freude in ihrem Gesicht hätte selbst Mr. Wilson (Walter Matthau) zum grinsen gebracht und ein Erlebnis das sich wohl auf Ewigkeit fest eingebrannt hat.laughing

Am Abend fuhren wir die Westcoast entlang, am leider fast komplett bewölktem Franz-Josef Gletscher bis hoch zu einem wiederum nur halb legalem Schlafplatz , auf einem Helikopterflug Gelände.

 

Ab Morgen Wwoofen (World-Wide Opportunities on Organic Farms) wir für 4 Tage bei einem Paar mit 2 Kindern in Pukekura. Um es kurz zu erklären ist das Wwoofen eine Art Tausch von ca. 4-6 Std. Arbeit am Tag gegen Unterkunft und Verpflegung. Außerdem lernt man dadurch die Locals besser kennen, wohnt mit ihnen zusammen und bekommt einen Einblick wie das Leben bei den Locals abläuft, was auch unser Hauptgrund dabei ist.smile

 

Bis denn tongue-out

 

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